KYO­KU
Ein Sprach-Bild-Raum-Musik- Stück Ver­to­nung von Hai­ku Gedich­ten
1997 und 1998, Kul­tur­zen­trum BOA Luzern | 1998, Kul­tur­raum Kro­ne Solo­thurn

 

PRO­JEKT­KURZ­BE­SCHRIEB

Kyo­ku ist ein Stück, das spar­ten­über­grei­fend Spra­che Musik und bil­den­de Kunst in einem gemein­sa­men Raum zusam­men­fügt. Es ist eine eige­ne Form von mixed- und mul­ti­me­dia­ler Büh­nen­ar­beit. Die Berei­che über­la­gern, berüh­ren und rei­ben sich anein­an­der und trei­ben ein­an­der an. Kyo­ku – Hai­kus, ver­rück­te Sprü­che, Gedich­te so klein wie Ele­men­tar­teil­chen und eben­so dicht wie die­se.

Hai­kai sind japa­ni­sche Gedich­te mit sieb­zehn Sil­ben, die in Zei­len zu je fünf, sie­ben und fünf Sil­ben unter­teilt sind. Ein Hai­ku ver­dich­tet einen Moment, ein Bild oder eine Situa­ti­on, um auf etwas zu ver­wei­sen, was aus­ser­halb des mit Wor­ten fass­ba­ren liegt. Sie ver­mit­teln eine per­sön­li­che Erfah­rung auf eine sinn­lich und intui­tiv zu erfas­sen­de Art. Ent­stan­den im 17. Jahr­hun­dert aus der Tra­di­ti­on von Natur­be­ob­ach­tun­gen und Zen-Medi­ta­ti­on sind sie so etwas wie poe­ti­sche Ato­me: Sie kön­nen unmög­lich noch klei­ner sein und doch ent­hal­ten sie eine Fül­le an Aus­druck.

Text: Jan Scha­cher

 

KYO­KU, BOA Kul­tur­zen­trum, Luzern 15.06.1996 | DOWN­LOAD – PDF FLY­ER

 

 

 

MIT­WIR­KEN­DE KYO­KU

Instal­la­ti­on Eis­ob­jek­te: Judith Albis­ser | Stim­me Bewe­gung: Alex­an­dra Fro­sio | Saxo­phon: Susan­ne Mül­ler
Per­kus­si­on Schlag­werk: Mar­grith Rie­ben |Saxo­phon: Susan­ne Mül­ler |Gitar­re und live Elek­tro­nik: Röbi Boss­art
Pia­no Stim­me: Edgar Marc Pet­ter | Idee, Musik und Kon­tra­bass: Jan Scha­cher 

PRES­SE ARTI­KEL | DOWN­LOAD

Kri­tik Kyo­ku